7. Was muss bei einer Kündigung während der Probezeit beachtet werden?

Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden. Die Kündigung in der Probezeit muss aber schriftlich erfolgen. Bevor der Azubi die Kündigung ausspricht, sollte er sich folgendes überlegen:

  • Stören dich Dinge, mit denen du auch in anderen Ausbildungen rechnen musst, wie zum Beispiel die 40-Stunden-Woche?
  • Wie ist die Qualität der Ausbildung?

Wenn der Grund für die Kündigung das Betriebsklima ist:

  • Wie stehen die Chancen, dass sich hier noch etwas ändert?
  • Ist es der Betrieb oder der Beruf, der zu Unzufriedenheit führt?
  • Brauchst du vielleicht noch eine längere Eingewöhnungszeit?
  • Hast du nach der Kündigung eine gute Alternative?

Wenn der Betrieb während der Probezeit die Kündigung ausspricht, sollte der Azubi folgendes prüfen: Leistungen geltend machen. Auch bei einer Kündigung in der Probezeit stehen dem Azubi folgende Leistungen zu: Ausbildungsvergütung bis zum Tag der Kündigung, anteiliger Urlaub bis zum Tag der Kündigung und in Ausbildungszeugnis.

Arbeitslos melden! Wenn du gekündigt wirst, solltest du dich umgehend bei der Arbeitsagentur arbeitslos melden

Bewerben! Dann solltest du im Internet Ausbildungsplatze ab sofort raussuchen.

Schulbesuch klären! Wenn du die Ausbildung fortsetzen willst, solltest du mit deinem Klassenlehrer sprechen: Wahrscheinlich kannst du die Berufsschule noch einige Wochen besuchen, bis du einen neuen Ausbildungsplatz gefunden hast.

Alternativen prüfen! Außerdem solltest du über Alternativen zu Ausbildung nachdenken.