10. Dürfen Auszubildende Überstunden machen, und wenn ja, wie werden diese vergütet?

Auszubildende müssen keine Überstunden leisten. Die einzige Ausnahme sind absolute Notfälle) Ein Beispiel: Im Betrieb bricht ein Feuer aus und alle Mitarbeiter versuchen noch möglichst viele Dinge aus dem Feuer zu retten. In diesem Fall kann auch vom Azubi erwartet werden, dass er solange wie möglich hilft. Das ist kein Witz. Nur solche Notfälle erlauben es dem Arbeitgeber, bei Azubis Überstunden anzuordnen Fehlendes Personal ist kein Notfall. Der Azubi kann nach abgeleisteter Arbeitszeit immer nach Hause gehen. So ist die rechtliche Lage. Natürlich musst du dir überlegen, ob das clever ist. Aber in jedem Fall solltest du dir über einen Ausgleich für die Überstunden Gedanken machen, falls du freiwillig Überstunden leistest! Alle Auszubildenden haben Anspruch auf einen Ausgleich für ihre Überstunden. Die Überstunden müssen den Azubis entweder mit ihrer Vergütung ausgezahlt werden oder es erfolgt eine Abgeltung durch Urlaub.

Grundsätzlich vorgesehen ist dabei der Freizeitausgleich und Auszubildende können dies verlangen. Aber auch wenn die Überstunden ausgezahlt werden. In beiden Fallen muss ein Zuschlag gezahlt werden. Bei Urlaub sieht dem Azubi pro Überstunde eine Stunde Urlaub zu, plus Zeitzuschlag. Bei einer Bezahlung die normale Vergütung für eine Arbeitstunde, die sich so errechnet: Ausbildungsvergütung geteilt durch 30 geteilt durch tägliche Arbeitszeit plus Zuschlag. Die Höhe des Zuschlags wird durch Tarifverträge festgelegt oder orientiert sich an ihnen.