Etwas Fachsimpelei müssen wir hier vielleicht einstreuen. Was ist eigentlich Sucht? Wie wird sie definiert? Wann bin ich süchtig?

Hier mal eine Definition:

Das Wort „Sucht“ ist abgeleitet vom mittelhochdeutschen Wort „siech“, was soviel wie Krankheit bedeutet. Sucht ist das umgangssprachliche Wort für die Abhäbgigkeit von einer Substanz oder einem Verhalten. Man unterscheidet heute in substanz- und verhaltensbezogene Abhängigkeiten.

Substanzen können z. B. sein: Alkohol, Tabakwaren, illegale Drogen wie Cannabis, Haschisch und weitere verbotene Drogen. Der Umgang mit diesen illegalen, verbotenen Drogen ist im Betäugungsmittelgesetz (BtmG) geregelt. Das Jugendschutzgesetz regelt den Umgan mit den sogenannten legalen Drogen.

Verhaltensbezogene Abhängigkeiten sind z. B. Essstörungen und Spielsucht.

Wann spricht man von einer Sucht?

Es gibt unterschiedliche Kriterien für eine Sucht:

– ein unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung eines Mittels

– seelische, oft auch körperliche Abhängigkeit

– Schädlichkeit für den Einzelnen oder die Gesellschaft

-Verlust der Kontrolle

Damit es eine einheitliche Richtlinie für alle Länder gibt nach denen man vorgehen und bewerten kann, wurden die genannten Kriterien so von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen.

Kann man Sucht überwinden?

Die körperliche Abhängigkeit kann durch einen Entzug überwunden werden, ganz häufig in einer Klinik oder speziellen Einrichtung, da es ohne medizinische Betreuung sehr anstrengend für den Körper werden kann.

Die seelische Abhängigkeit benötigt viel mehr Zeit um überwunden zu werden. Hier müssen alte Lebens- und Verhaltensgewohnheiten aufgegeben und neue gefunden werden. In der Regel wird auch an den Ursachen, die zur Abhängigkeit geführt haben, arbeitet. Häufig findet man diese in der eigenen Biografie.